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"Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen! " (Johann Wolfgang von Goethe)

Über mich & meine Reise

Darf ich mich vorstellen... 

...mein Name ist Ben, ich bin 31 Jahre alt und komme aus Köln. Die schöne Stadt am Rhein hat mich von klein auf gelehrt, aufgeschlossen gegenüber neuen Menschen, neuen Situationen und Herausforderungen zu sein. Dabei habe ich auch gelernt, das Leben nicht immer so ernst zu nehmen, wie es sich selbst manchmal gern darstellt. Ich nenne es mal eine "entspannte Grundeinstellung". Natürlich gibt es Dinge über die ich mich ärgere, manchmal täglich! Aber sie machen mich nicht unglücklich oder lassen mich (ver)zweifeln. Nichts desto trotz bin ich kein besonders risikofreudiger Mensch. Ich mag Sicherheit und Beständigkeit auch wenn man dadurch vielleicht manchmal die ein oder andere Chance im Leben an sich vorbeiziehen lässt. "Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" lautet die Devise und so waren die Schritte auf meinem bisherigen Lebensweg zwar stetig aber nie besonders groß. Dementsprechend wohne ich bereits seit 31 Jahren in derselben Stadt, arbeite seit 14 Jahren für das gleiche Unternehmen, liebe seit acht Jahren die gleiche Frau und habe zuvor auch noch niemals eine derartige Reise unternommen. Ich würde mich selbst daher also eher nicht als den typischen Weltenbummler und Abenteurer bezeichnen, den manche Menschen vor Augen haben, wenn sie von einer solchen Reise hören. 

Wie passt das aber nun alles zusammen? Zunächst kann ich sagen, dass es für meine Reise keine äußeren Beweggründe gibt. Weder reise ich in dienstlichem Auftrag, noch wurde ich von meiner Freundin vor die Tür gesetzt oder sonst wie zu diesem Schritt genötigt. Ich betone das an dieser Stelle, weil mir einige Menschen mit völliger Irritation begegneten als ich von meinem Vorhaben erzählte. "Warum machst du das?", "Hast du keine Angst?" waren so mit die beiden meist gestellten Fragen.
In der Tat fällt es mir schwer DEN EINEN Grund für diese Reise zu nennen. Ich würde es wohl eher als ein Gefühl bezeichnen. Eine Sehnsucht nach der Welt, nach neuen Begegnungen, Eindrücken und neuer Inspiration für das nun angebrochene zweite Drittel meines Lebens. Es ist sicher auch eine Auszeit vom Alltag. Von den Verpflichtungen und Routinen des täglichen Lebens die jeder von uns kennt. Von der enormen Geschwindigkeit, die das Leben aufgenommen hat, sodass kaum die Gelegenheit bleibt, sich selbst von Zeit zu Zeit zu hinterfragen und das eigene Denken und Handeln neu auszurichten. Dabei soll keineswegs der Eindruck entstehen, dass ich nicht zufrieden mit meinem Leben sei. Ganz im Gegenteil weiß ich meine aktuelle Lebenssituation sehr zu schätzen und kann mich ohne Einschränkungen als glücklich bezeichnen. Und genau deshalb sehe ich mich überhaupt in der Lage, diese Reise anzutreten und mein Leben durch die anstehenden Herausforderungen zu bereichern.
Die zweite Frage lässt sich schlichtweg mit einem "Nein" beantworten. Ich habe keine Angst vor dieser Reise. Dabei bin ich weder naiv noch besonders mutig. Natürlich bin ich mir über die Risiken die mit diesem Vorhaben einhergehen bewusst. Ich weiß auch, dass es Momente geben wird, in denen ich mich nach zu Hause sehne, nach meiner Freundin, meiner Familie und meinen Freunden. Menschen denen ich vertrauen kann, die mir helfen und mich unterstützen. Aber Angst empfinde ich dabei nicht. Ich frage mich dann warum diese Frage so häufig gestellt wird. Bin ich vielleicht doch zu naiv? Übersehe ich die offensichtliche Gefahr und unterschätze die Risiken? Vielleicht. Aber dann Stelle ich häufig fest, dass diese Angst letztlich nur auf der Grundlage falscher oder fehlender Informationen basiert. Die Zeiten des Bürgerkrieges sind längst vorbei und nicht jeder Einwohner Mittelamerikas ist automatisch Drogenhändler. Natürlich haben diese Länder ihre Probleme, das will ich gar nicht leugnen. Doch ohne jemals selbst vor Ort gewesen zu sein glaube ich, dass es dort mehr gibt als Bandenkriminalität, Drogenkartelle und bittere Armut. Ich bin davon überzeugt, dass es dort auch viel Gutes gibt - und das möchte ich euch durch meine Berichte und Bilder gerne näherbringen.
Ich hoffe ich behalte recht!

Abschließend möchte ich noch kurz darauf eingehen, warum ich diese Reise alleine antrete. Eine ebenfalls häufig gestellte Frage!
Schon das Wort "Allein" steht für viele Menschen in direktem Zusammenhang mit "Einsamkeit". Allein sein kann jedoch noch viel mehr sein als das. Wer allein ist, erhält beispielsweise die Möglichkeit sich auf sich selbst zu konzentrieren, ist frei und unabhängig und muss keine Kompromisse eingehen. Wer alleine reist unterliegt zudem der Notwendigkeit sich auf die Menschen, ihre Kultur und Sprache einlassen zu müssen, da es keine Möglichkeit gibt sich in gewohnte Strukturen zurückzuziehen. In meinem Fall hat es auch einen organisatorischen Nutzen, wenn es z.B. um den Verbleib der gemeinsamen Wohnung und des Haushaltes geht. Alleine zu reisen hat also auch Vorteile! Natürlich gibt es ebenso schlagkräftige Argumente für die Reise zu zweit oder in einer Gruppe. Ich möchte hier auch gar keine Bewertung vornehmen, da es letztlich eine persönliche Entscheidung ist, die von verschiedenen Faktoren abhängen kann. Ausschlaggebend für meinen Entschluss allein zu reisen war schließlich auch einfach die Entscheidung meiner Freundin nicht mitzukommen. So wie ich ihre Entscheidung respektiere, stellt sie mir gleichzeitig frei die Reise auch ohne sie anzutreten, um mir meinen Lebenstraum zu erfüllen. Und für diese Möglichkeit bin ich ihr unendlich dankbar.

 

Auf den nächsten Seiten erfahrt ihr mehr über die geplanten Aktivitäten und Ziele auf meiner Route, sowie die einzelnen Schritte der Vorbereitung.